von bkausbk » 22. Juli 2010 12:18
Hallo,
was genau meinst du mit "Fehlerloses, Stromnetzunabhängiges System"? Blattschneider vorallem Atta benötigen nicht unbedingt so viel Pflege, man muss jedoch genügend Blätter bereithalten und einen Bereich schaffen in dem die Ameisen ihre Abfälle entsorgen können. Dieser sollte groß genug sein und nicht im Nestbecken liegen (wegen Schimmelgefahr, Milbengefahr...). Dieser Behälter muss auch regelmässig geleert werden. Desto mehr Blätter angeboten werden, je schneller wächst die Kolonie, und desto schneller ist der Abfallbehälter voll.
Klar ist auch, es müssen ersteinmal optimale Bedingungen geschaffen werden, d.h. optimale Temperatur (je nach Art 22-28°C) und eine ausreichende aber nicht zu hohe Luftfeuchtigkeit. Diese darf nicht so hoch sein dass sich permanent Schwitzwasser bildet und der Pilz somit überschwämmt wird. Sie darf aber auch nicht zu niedrig sein dass der Pilz austrocknet und kaputt geht. Atta/Acromyrmex wie auch Myrmicaria sind einige der wenigen Arten wo die Luftfeuchtigkeit eine gewisse Relevanz hat. Bei anderen Ameisen ist eher die Bodenfeuchtigkeit entscheident.
Ob man diese Werte z.B. über ein Lüftersystem automatisieren könnte - wenn dass deine Frage war - weiß ich nicht, man könnte es probieren.
Als Anfänger würde ich aber eher ersteinmal andere Ameisen halten die weniger kritisch sind was Temperatur/Luftfeuchtigkeit angeht. Das betrifft z.B. Messor oder diverse Camponotusarten.
Grüße,
Benjamin